3D-Kunst zum Jubiläum

Neue Perspektiven im MAC

Street-Art-Künstlerin Marion Ruthardt und ihr Team erstellen innerhalb einer Woche 3D-Kunstwerk

Seit Kurzem entsteht im MAC-Forum ein beeindruckendes Kunstwerk zum 25. Flughafengeburtstag: Noch bis 17. Mai malen die Street-Art-Künstler Marion Ruthardt und Gregor Wosik ein 800 Quadratmeter großes 3D-Bild auf den Boden vor dem Meta Twist Tower. Das fertige Gesamtmotiv zeigt bewegende Flughafenmomente mit beeindruckender Perspektive aus dem letzten Vierteljahrhundert – und steht bis 21. Mai als Kulisse für spektakuläre Fotos bereit. Wer die 3D-Illusion entdecken will, sollte vorbeischauen.

"Am aufwändigsten ist es, bis die Konturen des Motivs fertig sind", sagt Marion Ruthardt, während sie immer wieder zwischen der Skizze des Eiffelturms auf dem MAC-Boden und dem späteren Foto-Spot auf dem quadratischen Podest hin- und herläuft. Stimmen die Maße, passt die Perspektive? In der Entstehungsphase des Bildes muss sie ständig durch eine Art 3D-Lupe kontrollieren, ob sie die Vorzeichnung richtig berechnet hat und die dreidimensionale Sinnestäuschung am Ende funktioniert.

Gemeinsam mit ihrem Partner Gregor Wosik und drei weiteren Kollegen ist die Künstlerin bereits eine Woche vor dem 17. Mai im MAC-Forum tätig. Das halbrunde Areal ist abgesperrt, gemalt wird mit Acrylfarben auf Folie.

Faszinierende Präzisionarbeit

Pünktlich zum Jubiläum am 17. Mai soll das komplette Werk dann drei Themenbereiche zeigen: die beiden Tower in Riem und am neuen Airport mit Flugzeug und Fluggastbrücken, die Flughafen-Erlebniswelt mit Airbräu und Surferwelle sowie ein großes M-Super-Sign mit Sehenswürdigkeiten in München und an weltweiten Reisezielen, die von München aus angeflogen werden. Wenn alles fertig ist, können sich Mitarbeiter, Passagiere und Besucher an bestimmte Stellen in das Kunstwerk vor dem Meta Twist Tower stellen und sich von den Foto-Spots auf dem Podest als Teil des Motivs fotografieren lassen.

Doch wie entsteht der 3D-Effekt? "Das darzustellende Motiv muss dafür stark in die Länge gezogen werden. Wir arbeiten mit Fotovorlagen, die wir nach den Regeln des perspektivischen Zeichnens verzerrt und vergrößert aufs Pflaster übertragen", erklärt die gebürtige Rheinländerin. Das Straßenbild im MAC hat sie von bestimmten Betrachter-Standpunkten auf dem Podest aus berechnet, als Konstruktions-Hilfslinien dienen lange Schnüre. Und das ist Millimeterarbeit: Immer wieder werden Maßbänder auf den Boden gelegt, Formen nachgebessert, Konturen angepasst und mit geschultem Auge vom Podest aus gecheckt.

"Wenn die Skizze schließlich passt, ist das farbige Ausmalen mit Rollen und Pinseln die schöne Kür für uns", sagt Marion Ruthardt. Besonders herausfordernd seien Schriftzüge, wie beispielsweise im Airbräu-Logo. Initiiert wurde das Projekt im Vorfeld des 25-jährigen Flughafengeburtstags vom Markenmanagement (KEM), das zusammen mit dem fünfköpfigen Künstlerteam die Motive entwickelt hat.

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