Green Gate im "grünen Satellit"

Interaktive Dauerausstellung über Nachhaltigkeit

Die Deutsche Lufthansa AG und der Flughafen München machen sich gemeinsam für einen nachhaltigen Luftverkehr stark. Im Wartebereich vor dem Gate K21 des Terminal 2 Satellitengebäudes ist eine Erlebnisfläche entstanden, auf der beide Unternehmen ihre vielfältigen Anstrengungen zugunsten ökologisch verträglicher Lösungen beim Flugbetrieb zeigen. Über kurze Texte, Bilder, Infografiken und viele interaktive Ausstellungselemente erfahren die Fluggäste, welche konkreten Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Dr. Katharina Kamilli, eine der Projektleiterin, erzählt hier über die Hintergründe:

Frage: Was war die Grundidee dieses Projekts von Lufthansa, Flughafen München und der von beiden Unternehmen gemeinsam betriebenen Terminal 2 Gesellschaft?

Frau Kamilli: Alle Projektpartner finden die Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie Lärm- und Schallschutz wichtig. Durch die Systempartnerschaft von Lufthansa und Flughafen mit dem Bindeglied T2 Gesellschaft können wir auch bei dieser Aufgabe mehr erreichen. Jedem Partner lag eines seiner Themen besonders am Herzen: Der Flughafen München wird bis 2030 Deutschlands erster CO2-neutral betriebener Flughafen.

Die Lufthansa ist 2018 mit dem EU Gütesiegel "EMAS" für ein nachhaltiges Umweltmanagement am Standort München ausgezeichnet worden. Und das T2-Satellitenterminal ist so energieeffizient, dass es den Namen "grüner Satellit" wirklich verdient. Wir wollten über die erfolgreich umgesetzten und geplanten Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz sowie Lärm- und Schallschutz am Flughafen so berichten, dass die Fluggäste nicht nur informiert, sondern auch begeistert werden.

Dr. Katharina Kamilli ist Teil des Projektleiterteams, das die Ausstellung "Green Gate" konzipiert hat

In der Ausstellung gibt es nicht nur viel zu entdecken, sondern auch zu tun. Welche Rolle spielen diese interaktiven Elemente?

Man kann sich hier wirklich spielerisch mit den Themen beschäftigen: Beim "Green Gate Game" geht es beispielsweise darum, verschiedenen Umweltthemen digital die richtigen Symbole zuzuordnen. Auf dem "LED-Stepper" können die Besucher selbst Strom erzeugen und mit dem "CO2-Rechner" kann man seinen eigenen CO2-Fußabdruck ermitteln und – wenn man möchte – auch ausgleichen. Jemand, der einfach nur "harte Fakten" wissen möchte, kann sich aber auch die verschiedenen Infowände durchlesen.

Welche sind Ihre persönlichen Ausstellungshighlights?

Die "Soundcloud" fällt einem sofort ins Auge. Sie ist wie ein extra Raum, in den ich eintauchen und Hörbeispiele im Lautstärkevergleich anhören kann. Das ist definitiv mal etwas Anderes. Die detailgetreue Airbus A350-Abbildung in 3D-Optik sieht toll aus und setzt dieses innovative Flugzeug auf der Klimaschutzinfowand wirkungsvoll in Szene. Auch gefällt mir, dass im sogenannten Entdeckerzaun das Thema Umweltschutz zum Anfassen gestaltet wurde. Ich kann dort in Kästen greifen, Schubladen öffnen oder durch ein "Fernglas" hineinschauen. Besonders schön ist die Schmetterlingsbox, in der die Schmetterlinge anfangen zu fliegen, sobald sich jemand nähert. Die Liebe zum Detail überzeugt einfach.

  • In einem Schaukasten sieht man seltene Moorschmetterlinge, die sich beim näheren Betrachten auch bewegen
  • Der Schlängelpfad zeigt den Weg wie sicher der Flughafen München und die Deutsche Lufthansa für ein nachhaltigen Flugbetrieb einsetzen
  • Am Entdeckerzaun der Ausstellung erhalten die Besucher informative Einblicke in bereits bestehende nachhaltige Maßnahmen am Flughafen München
  • Eine 3D-Abbildung des Airbus A350 stellt eines der hocheffizientesten Passagierflugzeuge vor, der im Durchschnitt nur noch 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbraucht
  • Die interaktive Ausstellung soll den Besuchern zu den Themen Klimaschutz, Umweltschutz und Lärm- Schallschutz einen informativen Überblick geben 

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