La Brass Banda: Willkommen dahoam in München

Vergoldete Band

Die Musiker von La Brass Banda werden am Flughafen München mit ihren goldenen Schallplatten empfangen  © Sebastian Riepp

Interview mit Leadsänger Stefan Dettl

Von Vietnam über Australien, die USA und Mexiko bis nach Marokko und Portugal: Sechs Wochen lang war die international bekannte Blasmusik-Combo La Brass Banda aus Übersee am Chiemsee auf Welttournee. Nun sind sie wieder am Flughafen München gelandet – rechtzeitig zu ihrem großen Jubiläumskonzert Anfang März in der Olympiahalle. Ein Interview mit Leadsänger und Trompeter Stefan Dettl über die Ankunft am Airport, über besondere Erlebnisse auf Tour, Heimatgefühle und die nächsten Projekte.

Flughafen München: Wie war es, nach sechs Wochen Welttournee wieder bayerischen Boden zu betreten?

Stefan Dettl: Das war ein sehr schönes Gefühl. Wir hatten eine wunderbare Zeit auf Tour. Jetzt freuen wir uns aber auch total auf Zuhause, auf Familie und Freunde, auf ein paar Tage zum Durchschnaufen und Relaxen - und auf ein frisches Schwarzbrot.

Eure Plattenfirma hat Euch bei Eurer Ankunft am Flughafen München 14 goldene Schallplatten überreicht. Wie hast Du das erlebt?

Das war eine skurrile Erfahrung. Wir waren alle ziemlich durch nach sechs Wochen Tour, und dann plötzlich diese Überraschung. Aber natürlich habe ich mich auch sehr gefreut: zum einen über den Erfolg, dass so viele Menschen unsere CDs zu Hause haben, zum anderen auch über die Geste der Plattenfirma. Die Gratulanten haben am Flughafen ausgeharrt, obwohl wir fünf Stunden später gelandet sind als geplant. Das war ein schönes Willkommensgefühl.

Welche Eindrücke hast Du mit nach Hause gebracht? Gab es besondere Anekdoten auf der Tour, die Du nie vergessen wirst?

Da gab es unzählige. Wir müssen die erstmal ordnen im Kopf. Ganz besonders haben wir unseren zehnjährigen Bandgeburtstag erlebt, den wir in Rio gefeiert haben. Wir haben dort eine Samba-Schule besucht und durften mit deren Trommelgruppe musizieren – was für uns eine ganz besondere Begegnung war. Es gibt Sachen, die siehst Du nur einmal im Leben, an diesen Moment werden wir immer zurückdenken. Der Rhythmus, die Energie über eineinhalb Stunden hinweg, die Lebensfreude, wirklich fantastisch... Im brasilianischen Fortaleza hat bei einem Konzert eine 88-jährige Oma direkt vor der Bühne getanzt. In Marokko sind wir zu siebt mit vollem Gepäck in einem Oldtimer-Mercedes-Taxi durch die Stadt gerast. Unsere Karaoke-Fähigkeiten, die in Tokyo ans Tageslicht kamen, waren bandintern auch sehr aufschlussreich. Diese Liste könnte man noch mühelos verlängern.

Ihr seid für Eure rasanten Beats und temporeich gesungenen Texte in bayrischer Mundart bekannt: Haben die Fans Euch überall verstanden, wo war die Stimmung am besten?

Die Stimmung war überall sehr gut und das Publikum immer bunt gemischt. Es gab auf der ganzen Welt einige deutsche Urlauber und Auswanderer, die zu unseren Konzerten kamen - aber erfreulicherweise immer auch sehr viele Einheimische. Am besten verstehen uns meistens die, die uns nicht verstehen. Dann geht´s nur um die Musik, die reißt alle mit und es gibt keine offenen Fragen. Musik verbindet die Welt.

Welche Flecken dieser Erde kannst Du besonders empfehlen?

Meine Favoriten waren Japan und Mexiko. Da haben mir Land, Leute und Essen am besten gefallen. Ich reise sowohl beruflich als auch privat sehr gerne, das gehört für mich einfach dazu.

Was gefällt Dir an Eurem Heimatflughafen München besonders gut?

Am besten finde ich, dass da meistens ein lieber Mensch auf mich wartet, um mich abzuholen.

Und was machst Du jetzt bis zum großen Jubiläumskonzert am 4. März in der Olympiahalle?

Die zwei Wochen sind schon ziemlich durchgeplant. Wir haben ein paar Tage frei, um uns körperlich einigermaßen wiederherzustellen. Dann gehen die Proben los für die Olympiahalle. Am 21. Februar ist unser neues Album herausgekommen und wir machen eine kleine Release-Tour nach München, Berlin und Köln. Dann geht's in die heiße Probenphase mit Bühnenaufbau und Produktion. Der 4. März wird schneller da sein als man schauen kann.

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