Neue Umweltbroschüre der Flughafen München GmbH

Airport informiert über die Vereinbarkeit: Vogelschutz und Flugbetrieb

16.08.2016
Wie passen Vogelschutz und Flugsicherheit zusammen? Und warum sind die Flughafenwiesen direkt neben den Start- und Landebahnen für manche Vogelarten der ideale Lebensraum? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Broschüre "Vogelwelt und Flugbetrieb" des Flughafens München.

Wer an den Münchner Airport denkt, hat zuallererst einmal Flugzeuge, den Tower, die Terminals sowie die beiden Start- und Landebahnen vor Augen. Kaum einer würde wohl vermuten, dass sich in direkter Nachbarschaft eine einzigartige, vielfältige Vogelwelt mit zum Teil vom Aussterben bedrohten Arten angesiedelt hat. Doch der Flughafen München ist Teil des 4.525 Hektar großen Vogelschutzgebiets "Nördliches Erdinger Moos", die Flughafenwiesen direkt neben den Start-und Landebahnen sind vor allem für Wiesenbrüter wie Brachvögel oder Kiebitze ein wichtiger Lebensraum.

In der Flughafen-Publikation "Vogelwelt und Flugbetrieb" wird die Geschichte des Erdinger Mooses und die Entstehung des europäischen Vogelschutzgebietes ebenso erklärt wie das Zusammenspiel von Vogelschutz und Flugsicherheit. Kollisionen von Flugzeugen mit Vögeln - der sogenannte "Vogelschlag"- können eine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs darstellen. Um solche Gefährdungen zu vermeiden, setzt der Flughafen München vor allem auf ein spezielles, den lokalen Verhältnissen angepasstes Biotopmanagement. So werden die nährstoffarmen Flughafenwiesen entlang der Start- und Landebahnen beispielsweise nur zwei Mal im Jahr gemäht. Durch den Verzicht auf häufigeres Mähen wird vermieden, dass Insekten aufgescheucht und flugsicherheitsrelevante Vögel wie zum Beispiel Bussarde, Turmfalken oder Schwarmvögel wie Stare angelockt werden. Hohes Gras meiden diese Vogelarten, weil es ihre Sicht auf Artgenossen bzw. Beutetiere einschränkt.

Für Bodenbrüter wie den Großen Brachvogel oder den Kiebitz, die bei uns nicht in Schwärmen auftreten, wenig "flugfreudig" und somit besser mit dem Luftverkehr vereinbar sind, stellen die Flughafenwiesen hingegen einen idealen Lebensraum dar. Auf dem Airport-Gelände finden sie Schutz vor natürlichen Fraßfeinden, können dank der Umzäunung des Geländes im Frühling in Ruhe brüten und ihre Jungen aufziehen. Mit jährlich weit über 50 Brutpaaren gehört der Flughafen mittlerweile zu den bedeutendsten Brachvogelgebieten Bayerns, 2015 wurde hier mit 76 Brutpaaren sogar der bayernweit größte Bestand festgestellt. Auch die Entwicklung der Kiebitzpopulation ist auf den Flughafenwiesen seit Jahren sehr positiv.

Mehr Informationen zum Thema gibt es in der Broschüre "Vogelwelt und Flugbetrieb". Diese steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

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