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E-Mobility am Flughafen

280 Elektromobile betreibt der Flughafen München derzeit. Die meisten davon sind Spezialfahrzeuge wie Gepäckschlepper, Hublifter oder Fluggastbrücken. Doch künftig soll auch der Autofuhrpark des Flughafens elektrisch fahren. In den nächsten drei Jahren investiert der Flughafen Millionen in E-Mobility: 121 mit Benzin oder Diesel angetriebene Fahrzeuge sollen durch Elektroautos ersetzt werden. Bis 2030 sollen dann nahezu alle Fahrzeuge im Fuhrpark des Airports elektrisch fahren. Parallel dazu treibt der Flughafen auch den Ausbau der Lade-Infrastruktur voran.

Dominik Mast sorgt als Fahrzeugelektriker mit seinen Kollegen in der Kfz-Werkstatt des Münchner Flughafens dafür, dass die Umstellung des Fuhrparks auf Elektroantrieb reibungslos funktioniert. Wenn eines der neuen Elektroautos in die Kfz-Werkstatt des Flughafens kommt, gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen: Die Fahrzeugelektriker müssen beim Arbeiten spezielle Schutzhandschuhe tragen und ein Warnschild macht darauf aufmerksam, dass Teile des Fahrzeugs unter Hochspannung stehen.

Bis zu 400 Volt sind es zum Beispiel in der Batterie des Smarts, den Fahrzeugelektriker Dominik Mast gerade in Arbeit hat. Der Wagen soll Frontblitzer, ein rotes Warnlicht und eine neue Freisprechanlage erhalten, damit er künftig von den Mitarbeitern auf dem Vorfeld des Flughafens eingesetzt werden kann.

Ich arbeite vorzugsweise an Elektrofahrzeugen, weil ich es für den
richtigen Schritt halte: Die Klimafrage betrifft uns alle. Aber wir
haben auch die technischen Möglichkeiten, das in den Griff zu kriegen

Mechatroniker Dominik Mast

Dominik Mast

Mechatroniker

Vielfältige Aufgaben, gutes Klima

Spezialisiert auf E-Mobility Dominik Mast und seine zehn Kollegen vom Bereich Fahrzeugelektrik haben eine spezielle Schulung für die Arbeiten an Hochvolt-Elektroautos absolviert, um für die kommenden Entwicklungen gerüstet zu sein. Denn soviel steht fest: In Zukunft werden die meisten Fahrzeuge am Flughafen elektrisch betrieben. Die Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobility hat längst begonnen.

Vom Konzept moderner Elektrofahrzeuge ist Fahrzeugelektriker Mast überzeugt: "Die Technik ist mittlerweile ausgereift, nur die Wirtschaftlichkeit muss noch besser werden", sagt der Mechatroniker, der seit fünf Jahren in der Fahrzeugwerkstatt des Flughafens beschäftigt ist. "Ich arbeite vorzugsweise an Elektrofahrzeugen, weil ich es für den richtigen Schritt halte: Die Klimafrage betrifft uns alle. Aber wir haben auch die technischen Möglichkeiten, das in den Griff zu kriegen", sagt der 27-Jährige.

Das Klima ist dem Mechatroniker ein wichtiges Anliegen, das gilt auch fürs Betriebsklima: "Teamgeist wird in der Werkstatt groß geschrieben, wir helfen uns gegenseitig. Und dann haben wir auch noch tolle Chefs." Außerdem seien die Aufgaben aus- gesprochen vielfältig: "Man kann fast jeden Tag was dazulernen."

  • Prüfen unter Spannung: Fahrzeugelektriker Dominik Mast kontrolliert, ob die Ladespannung im E-Smart den vorgesehenen Werten entspricht

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