Gewässerschutz und Monitoring

Grundwassermonitoring

Rund 330 Messstellen erfassen innerhalb und im Umfeld des Flughafens kontinuierlich den Grundwasserstand. An ausgewählten Messstellen werden regelmäßig Wasserproben entnommen und auf eine Vielzahl von Inhaltsstoffen untersucht.

Im Winterhalbjahr wird das Monitoring intensiviert, um mögliche Einflüsse durch Enteisungsmittel frühzeitig zu erkennen. Die langjährigen Messergebnisse zeigen, dass Bau und Betrieb des Flughafens keine nachteiligen Auswirkungen auf das Grundwasser haben.

Grundwassermessstellen am Flughafen München

Ausschnitt aus dem Grundwasserströmungsmodell

Grundwasserströmungsmodell

Die Messdaten des Grundwassermonitorings bilden die Grundlage für ein numerisches Grundwasserströmungsmodell mit einer Fläche von rund 330 km². Es ermöglicht Prognosen zu baulichen Eingriffen und dient der Bewertung und Beweissicherung der Grundwasserverhältnisse am Flughafen München und der angrenzenden Umgebung.

Oberflächengewässermonitoring

Die Gewässer rund um den Flughafen werden regelmäßig hinsichtlich Abflusses, chemischer Zusammensetzung und mikrobiologischer Qualität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Oberflächengewässer eine gute ökologische Qualität aufweisen.

Messstellen an oberirdischen Gewässern

Gewässerschutz

Der Schutz des Wassers hat am Flughafen München höchste Priorität. Bereits bei Planung und Bau wurden die Besonderheiten des Standorts mit hohen Grundwasserständen umfassend berücksichtigt – ein Ansatz, der bis heute konsequent fortgeführt wird.

Ein differenziertes Entwässerungssystem stellt sicher, dass Abwasser je nach Herkunft und Belastung getrennt erfasst, aufbereitet und umweltgerecht in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Moderne Monitoringsysteme überwachen kontinuierlich die Menge und Qualität aller relevanten Wasserströme. Durch effiziente Nutzung, technische Sicherheitsmaßnahmen und ein hohes Umweltbewusstsein wird Grund- und Oberflächenwasser nachhaltig geschützt und langfristig gesichert.

Vorsorge- und Schutzmaßnahmen

Der Flughafen München setzt umfassende Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser um. Der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben und wird durch technische Sicherungen, kontinuierliche Überwachung und geschultes Personal abgesichert.

Zum Schutz vor Einträgen aus dem Winterbetrieb kommen spezielle Anlagen zum Einsatz: Bodenfilteranlagen zur Reinigung von verfrachteten Enteisungsmitteln in Grünflächen, das Abbau-System-Gelände entlang der Rollbahnen sowie Enteisungsabwasserbecken zur kontrollierten Erfassung stärker belasteter Abwässer.

Kerosin und andere wassergefährdende Stoffe werden in doppelwandigen Anlagen gelagert und über überwachte Systeme transportiert. Regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Sachverständige gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard und minimieren Risiken für Mensch und Umwelt.

Bodenfilter

Abbbau-System-Gelände (ASG)