Der schnellste Weg zum Abflug

Komfortabler durch die Sicherheitskontrolle

Mit einem Pilotprojekt im Terminal 2 läutet das Luftamt Südbayern ein neues Zeitalter der Passagierkontrolle ein: Dank modernster Technik an den zwei großzügig gestalteten Testspuren müssen Flugreisende erlaubte Flüssigkeiten und Laptops nicht mehr auspacken. Zugleich genießen sie mehr Platz und Komfort – während das gesamte Kontrollsystem noch schneller und sicherer wird.

Bis zu vier Passagiere gleichzeitig können ihr Handgepäck sowie Jacken und sonstige Kleidungsstücke aufs Band legen. Dafür stehen größere Wannen als bisher zur Verfügung. Wer alles in die Wanne gepackt hat, kann an den anderen Reisenden vorbei weitergehen – zum Personenscanner der neuesten Generation.

Das Handgepäck fließt derweil durch einen hochmodernen Computertomografen (CT), der es in sich hat. Das Gerät kann neben zweidimensionalen auch dreidimensionale Bilder darstellen und automatisiert Fest und Flüssigsprengstoffe erkennen. Für die Passagiere bedeutet das: Sie können Laptops, Smartphones und sämtliche erlaubte Flüssigkeiten im Handgepäck belassen und müssen nur noch zur Nachkontrolle, wenn der CT-Scanner Alarm schlägt. 

Auf einem Podest über der Kontrollspur sitzen die Operator der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München (SGM). Die SGM führt im Auftrag des Luftamtes Südbayern die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen durch. Auf ihren Monitoren sehen die SGM-Mitarbeiter die Röntgenbilder aus den CT-Geräten. Wenn etwas nicht in Ordnung ("NIO") erscheint oder Unklarheiten bestehen, lassen sie die Wanne per Mausklick über ein abgetrenntes Band laufen – direkt zur Nachkontrolle bei einem Kollegen. Wenn sie bestätigen, dass auf dem Bild alles in Ordnung ("IO") ist, fließt das Gepäck über das offene Band zu den Passagieren.

  • Überholen erlaubt: Bis zu vier Passagiere gleichzeitig können hier ihr Gepäck ablegen – in größeren Wannen als bisher – und an langsameren Passagieren vorbeigehen
  • An den neuen Förderbändern befinden sich hochsensible Prüfgeräte mit Computertomografie-Technik zur Kontrolle des Handgepäcks. Passagiere können daher Laptops, Smartphones und erlaubte Flüssigkeiten im Handgepäck belassen
  • Ziel der neuen Sicherheitskontrollen ist es, bei noch höherem Sicherheitsstandard die Kontrollen zu vereinfachen und sie so für Passagiere komfortabler zu gestalten

Pilotprojekt bis Ende 2019

Wenn es mal wieder piept im Personen-Scanner, liegt es oftmals an den Schuhen. Die müssen nun aber nicht mehr zurück zum Hauptkontrollband gebracht werden. Stattdessen gibt es an der Pilotkontrollstelle eine zusätzliche Röntgenanlage für Schuhe, Gürtel und andere Dinge, die im Personen- Scanner Alarm auslösen – aber auch für überlange Gepäckstücke und Kinderwägen.

Wer nach der Kontrolle etwas Zeit braucht, nimmt die Gepäckwanne vom Band und dreht sich einfach um: Auf dem Nachbereitungstisch kann man seine Sachen bequem abstellen und in aller Ruhe wieder anziehen oder zurück in die Hosentaschen stecken. 

Wenn der Operator "NIO" gewählt hat, landet das Gepäck an einem der Nachkontrollplätze. Die Wanne bleibt auf einem speziellen Lesefeld stehen, das den an der Wanne angebrachten Chip erkennt - und so automatisch das richtige Röntgenbild auf dem Monitor des Luftsicherheitsassistenten ausspielt. Der wiederum sieht sich das Bild nun genauer an. Dafür kann er Geräte wie Laptops vom restlichen Inhalt virtuell trennen und auf seinem Bildschirm beliebig drehen und wenden.

Deutlich schneller als an herkömmlichen Kontrollstellen läuft der gesamte Kontrollvorgang dank vieler kleiner und großer Neuerungen. Die Verantwortlichen des Luftamts Südbayern gehen davon aus, dass damit wesentlich mehr Passagiere pro Stunde durch eine Spur kommen als bisher. Bis Ende des Jahres läuft die Pilotkontrollstelle im Testbetrieb. Wenn sie sich bewährt, werden ihr am Flughafen München bald weitere Doppelkontrollspuren der neuesten Generation folgen.

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