Hallo, ich bin Josie Pepper

Humanoider Roboter mit künstlicher Intelligenz

Als erster deutscher Flughafen testet der Münchner Airport seit Mitte Februar 2018 einen humanoiden Roboter, der mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist.

In einer mehrwöchigen Testphase empfängt Josie Pepper die Reisenden im nicht-öffentlichen Bereich des Terminals 2. Bei ihrem ersten Einsatz spricht sie Englisch und wartet in der Nähe des Abgangs zum Shuttle Richtung Satellitengebäude. Hier begrüßt sie Passagiere und beantwortet deren Fragen rund um Shops, Gastronomie und den Flugbetrieb.

In der Pilotphase soll herausgefunden werden, wie Josie Pepper bei den Passagieren ankommt. Über WLAN ist der Rechner mit dem Internet verbunden und hat dadurch Zugriff auf eine Cloud, in der Gesprochenes verarbeitet, interpretiert und mit den Daten des Flughafens verknüpft wird. Das Besondere daran: Dieser Robotertyp spricht keinen fertigen Text, sondern antwortet, durch seine Fähigkeit zu lernen, individuell auf eine Frage.

Josie Pepper wird für ihre Aufgaben vorbereitet

Enge Kooperation mit IBM 

In Japan, aber auch in anderen Ländern, rollen Pepper und ihre Roboterkollegen schon häufiger durch Läden, Flughäfen & Co.: In einigen Shops begrüßen sie Kunden, beantworten Fragen, nehmen Beschwerden entgegen – oder beraten, welche Kaffeesorte die Richtige ist. Wenn die Roboterdame spricht, leuchtet es rund um ihre Kulleraugen grün auf, mit den Armen schlenkert sie hin und her. Hände und Finger sind menschenähnlich, haben einzelne Glieder. Statt auf Beinen bewegt sie sich auf Rollen.

Hinter Josie Pepper steckt IBM Technologie: künstliche Intelligenz und Watson Internet-of-Things-Technologie aus der IBM Cloud. Den 1,20 Meter großen Roboter hat das französische Unternehmen SoftBank Robotics entwickelt.

Auf den Namen Josie Pepper wurde die Roboterdame von Mitarbeitern des Airports und der Lufthansa nach ihrer Ankunft am Flughafen getauft - in Anlehnung an den Franz Josef Strauß Flughafen.

Zahlen und Fakten

Der kleine Daniel fragt Josie Pepper nach der nächsten Spielecke - die Roboterdame hat die Information sofort parat
Wer Roboterdame Josie Pepper fragt, wie es ihr geht, bekommt prompt eine Antwort: "I´m fine, thank you. What can I do for you?" Ein bisschen blechern klingt die Stimme, aber auch kindlich-niedlich
Die Technik der Roboterdame stammt vom französischen Unternehmen SoftBank Robotics und die "Gehirn-Technologie" von Watson (IBM)

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