Historische Flugzeuge im Besucherpark

Super Connie: Eine Luftfahrtlegende wird restauriert

Drei historische Flugzeuge machen im Besucherpark des Flughafens München die Geschichte der Passagierluftfahrt erlebbar. Im Mittelpunkt steht die Lockheed L-1049G Super Constellation, liebevoll "Super Connie" genannt, die derzeit umfassend restauriert wird. Zusammen mit der Junkers Ju 52 und der Douglas DC-3 gehört sie zu einer sehr beliebten Attraktion des Besucherparks. 


  • Restaurierung der Lockheed Super Constellation
  • Erinnerungen und Geschichten zur "Super Connie" gesucht
  • Steckbriefe der drei historischen Flugzeuge
Restaurierung der Lockheed Super Constellation "Super Connie" im Besucherpark

Lockheed Super Constellation: Eine Ikone der Luftfahrtgeschichte

Auch wenn die Super Connie längst nicht mehr abhebt, benötigt sie regelmäßige Instandhaltung. Im Jahr des 100-jährigen Lufthansa-Jubiläums 2026 nehmen der Flughafen München und Lufthansa deshalb gemeinsam eine umfangreiche Restaurierung des historischen Flugzeugs in Angriff.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Beseitigung von Korrosionsschäden, die Erneuerung einzelner Bauteile sowie eine vollständige Neulackierung in den historischen Lufthansa-Farben der 1950er Jahre. Auch der Innenraum wird überarbeitet: Verkleidungen, Boden und Sitzbezüge sollen teilweise erneuert werden, ohne den besonderen Charme der damaligen Zeit zu verlieren.

Warum die Super Connie etwas Besonderes ist

Mit ihrer unverwechselbaren Silhouette, den vier Propellermotoren und dem charakteristischen dreifachen Seitenleitwerk gilt die Super Constellation bis heute als eines der elegantesten Verkehrsflugzeuge der Luftfahrtgeschichte.

In den 1950er Jahren gehörte sie zu den Wegbereitern des modernen interkontinentalen Luftverkehrs. Dank ihrer großen Reichweite und der komfortablen Druckkabine konnten Passagiere auch weite Strecken schneller und angenehmer zurücklegen. Für die junge Lufthansa wurde die Super Connie zum Symbol des wirtschaftlichen Aufbruchs: Eine Maschine dieses Typs mit der Registrierung D-ALEM absolvierte am 8. Juni 1955 den ersten Transatlantiklinienflug der Deutschen Lufthansa AG.

Ein Wahrzeichen des Besucherparks

Seit mehr als drei Jahrzehnten begeistert die Super Connie große und kleine Luftfahrtfans am Flughafen München. Gemeinsam mit der Junkers Ju 52 und der Douglas DC-3 macht sie die Geschichte der Passagierluftfahrt im Besucherpark unmittelbar erlebbar.

Von den insgesamt 579 gebauten Super Constellations sind weltweit nur noch rund 30 Exemplare erhalten. Umso wichtiger ist es, dieses besondere Flugzeug langfristig zu bewahren.

Das Ziel der Restaurierung: Die Super Connie soll wieder in einen Zustand versetzt werden, der ihren langfristigen Erhalt sichert und perspektivisch auch eine Besichtigung des Innenraums ermöglicht. Ein konkreter Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest.


Haben Sie Erinnerungen an die Super Connie?

Einst während der Flüge mit der legendären Super Constellation im Catering-Service eingesetzt, ist der historische Steinkrug heute ein besonderes Erinnerungsstück an die damalige Zeit. Vielleicht haben auch Sie ein altes Foto, ein Souvenir oder eine persönliche Geschichte rund um die Super Connie – vielleicht sogar aus erster Hand oder aus Familien-Erzählungen?

Melden Sie sich gerne unter unternehmenskommunikation@munich-airport.de.

Dieser historische Steinkrug erzählt ein Stück Luftfahrtgeschichte.

Millimeterarbeit mit dem Radlader

05.03.2025


Bevor die umfangreichen Restaurierungsarbeiten beginnen konnten, musste im Besucherpark zunächst Platz geschaffen werden. Bereits im März 2025 wurden die beiden alten Treppenfahrzeuge entfernt, die über zwei Jahrzehnte als Zugang zur Super Connie dienten.

Die rund 50 Jahre alten Fahrzeuge waren schon am ehemaligen Flughafen München-Riem im Einsatz. Ihr Abtransport erwies sich jedoch als knifflige Angelegenheit: Da unklar war, ob die Räder überhaupt noch funktionierten, war beim Transport besonderes Fingerspitzengefühl gefragt.

Mit zwei Radladern und jeder Menge Präzision gelang es dem erfahrenen Team schließlich, die Treppenfahrzeuge sicher aus dem Besucherpark zu bewegen. Nach rund einer Stunde war die Aktion geschafft – und damit ein wichtiger Schritt für die Restaurierung der historischen Flugzeuge getan.

Künftig sollen moderne Edelstahltreppen den Zugang zur Super Connie ermöglichen.

Die aufwendige Restaurierung zeigt einmal mehr: Der Besucherpark bleibt ein lebendiges Denkmal der Luftfahrtgeschichte – und dank des engagierten Teams sind die historischen Flugzeuge auch für die Zukunft bestens gerüstet.


Mit Blaulichtbegleitung in Richtung Schrottplatz

Lockheed Super Constellation

  • Baujahr 1957
  • Von 1957-1968 als Passagierflugzeug v.a. bei Air France im Einsatz. 1968 Übernahme und Umrüstung durch eine französische Fracht-Airline.
  • 1976/77 Stilllegung und Verkauf
  • 1978 Überführungsflug (mit nur drei aktiven Motoren) zum Flughafen Düsseldorf, wo sie für einige Jahre ausgestellt war.
  • 1985 folgte ein - unsachgemäß durchgeführter - Transport zum Flughafen Frankfurt, bei dem der Rumpf der Maschine beschädigt wurde.
  • 1993 Transport per Tieflader nach München.
  • 2000/2001 Restauration mit finanzieller Unterstützung der FMG und mit tatkräftiger Hilfe von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern von FMG und Lufthansa Technik. 

Junkers Ju52 (CASA 352)

  • Baujahr 1949
  • Eine in Spanien gebaute Version der Ju52/3m: die CASA 352. Sie kam bei der spanischen Luftwaffe zum Einsatz, zunächst für Fracht- und Schulungsflüge.
  • Zwischen 1957 und 1958 wurde das ausgestellte Flugzeug während des Ifni-Krieges im Nordwesten der Sahara eingesetzt. Daran erinnert bis heute eine Klappe im Rumpfdach und eine Vorrichtung, auf der ein Maschinengewehr installiert war.
  • 1971 erwarb sie ein Sammler und brachte die Maschine für eine technische Überholung nach Deutschland. Bis 1974 war die Ju52 bei Flugtagen und für Rundflüge ab Stuttgart im Einsatz.
  • Am 14. September 1974 erfolgte der letzte Flug von STR nach FRA. Dort wurde sie auf der Besucherterrasse des Flughafens ausgestellt.
  • Im März 2000 kaufte die FMG das Flugzeug.

Douglas DC-3 (C-53 Skytrooper)

  • Baujahr 1941
  • In Deutschland ist der Flugzeugtyp bekannt unter dem Namen "Rosinen-Bomber".
  • Einsatz bei der U.S. Army, die die am Flughafen München ausgestellte DC-3 zu einer "Arktik-Version" umbaute, mit zusätzlichen Treibstofftanks und einer Station für einen Navigator. Die C-53 ist eine Version für die Personenbeförderung, mit Passagiertüre auf der linken Rumpfseite.
  • Verschiedene Fluglinien nutzten ab 1942 die ausgestellte DC-3, unter anderem PanAm und DDL, ein Vorläufer der SAS. Bis 1976 war sie - auch auf Routen nach München - im Einsatz.
  • Danach war die Maschine ein Ausstellungsstück am Flughafen Frankfurt, bevor sie 1993 per Tieflader nach München kam und restauriert wurde.

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