Honigmonitoring

Wir Flughafenbienen danken unseren Imkern

Honiggläser

Frühtracht-Honig 2019 – einwandfreie Qualität

Hallo,

wir Flughafenbienen sind im Frühjahr voll durchgestartet: An drei Standorten direkt am Flughafen haben wir – 16 Bienenvölker – trotz verregnetem Mai und trotz Hitze im Juni 221 kg Frühtracht-Honig hergestellt.

Dieser Honig ist "auf Herz und Nieren" geprüft und für einwandfrei befunden: von unabhängigen Laboren und Gutachtern, die ihn auf Rückstände wie Schwermetalle, PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Pestizide analysiert haben, und von staatlichen Untersuchungsstellen, die Qualität und Geschmack unter die Lupe genommen haben.

Seit 2008 fliegen wir für das Honigmonitoring. Mit dem Monitoring wird gezeigt, dass der Betrieb des Münchner Flughafens die Qualität von unserem Pollen, Wachs und Honig nicht beeinträchtigt.

Bei unseren Flügen auf dem Flughafengelände und den Landschaftsflächen, die die FMG eingerichtet hat und pflegt, finden nicht nur wir, sondern viele andere Insekten Nahrung und Schutz. Mehr dazu, warum die FMG als "Blühender Betrieb" ausgezeichnet wurde und welche Gäste in Insektenhotels übernachten.

Pollen, Wachs und Honig auf dem Prüfstand

Honig ist ein Naturprodukt, das bei seiner Entstehung verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Muss demnach befürchtet werden, dass der Honig aus dem Umland des Flughafens München
mit Schadstoffen aus den Abgasen der Flugzeuge belastet ist? Um diese Frage zu klären, führt der Flughafen München seit 2008 zusätzlich zum Biomonitoring ein kontinuierliches Honigmonitoring durch.

Schadstoffe können die Insekten schädigen oder als Rückstände in Pollen, Wachs oder Honig verbleiben. Beim Honigmonitoring des Flughafens München werden deshalb Pollen, Wachs und Honig sowie die Vitalität der Bienen genau untersucht. Unabhängige Labore analysieren die Gehalte von zehn Metallen und 16 polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Ergebnis: Die Luft um den Flughafen beeinträchtigt weder die Vitalität der Bienen, noch die Qualität von Pollen, Wachs und Honig. Die Schadstoffgehalte des regional erzeugten Honigs sind nicht höher als bei Honig aus dem flughafenfernen Vergleichsgebiet und liegen zudem weit unterhalb der zulässigen Höchstgehalte nach den EU-Höchstmengenverordnungen für Lebensmittel.

  • Mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h befliegt eine Biene 40- bis 60-mal pro Tag ihr Sammelgebiet im Radius von zwei Kilometern um den Flughafen.
  • Der im Laufe des Frühjahrs und Sommers von den Flughafen-Bienen gesammelte Honig wird im Labor auf Luftschadstoffe analysiert.
  • Im Bienenstock wird dem mit Enzymen zugesetzten Nektar-Saft Wasser entzogen, bis er schließlich in Wabenzellen als Honig eingelagert wird.
  • Die Vitalitätsuntersuchungen und die Laboranalysen zeigen, dass der Flughafenbetrieb keinen Einfluss auf Pollen, Wachs und Honig hat. Vielmehr bestätigt das Monitoring, dass Honig aus der Airportregion hinsichtlich der untersuchten Stoffe genauso unbelastet ist wie flughafenfern produzierter Honig.
  • Flughafenimker nach der Ernte © Copyright Flughafen München

Der Flughafen-Imker Hermann Hölzl

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