Honigmonitoring

Wir Flughafenbienen danken unseren Imkern

Hallo,

wir Flughafenbienen haben die Produktion unserer diesjährigen Frühtracht- und Sommertracht-Honige fertiggestellt. Jetzt wird es bei uns 16 Bienenvölkern rund um den Flughafen München etwas ruhiger.

Nicht so bei den drei Imkern, die uns betreuen: Die sind gerade emsig dabei, unseren Honig abzufüllen, zu etikettieren und natürlich ab und an bei uns nach dem Rechten zu sehen. Auf dem Foto sind übrigens zwei der drei Imker zu sehen, die den Besuchern der Family Days im Juni das Honigmonitoring vorgestellt haben.

Wir sagen unseren Imkern herzlich danke! Und wir freuen uns mit Ihnen. Warum? Der Flughafenhonig 2018 ist schon auf Rückstände von typischen Luftschadstoffen und Pestiziden analysiert. Er ist unbelastet, von bester Qualität und schmeckt gut!

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wo wir den Nektar für unseren Honig sammeln und welche anderen Insekten wir bei unseren Sammelflügen dort treffen, schauen Sie doch mal auf unserer Seite zur Biodiversität vorbei.

Pollen, Wachs und Honig auf dem Prüfstand

Honig ist ein Naturprodukt, das bei seiner Entstehung verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Muss demnach befürchtet werden, dass der Honig aus dem Umland des Flughafens München
mit Schadstoffen aus den Abgasen der Flugzeuge belastet ist? Um diese Frage zu klären, führt der Flughafen München seit 2008 zusätzlich zum Biomonitoring ein kontinuierliches Honigmonitoring durch.

Schadstoffe können die Insekten schädigen oder als Rückstände in Pollen, Wachs oder Honig verbleiben. Beim Honigmonitoring des Flughafens München werden deshalb Pollen, Wachs und Honig sowie die Vitalität der Bienen genau untersucht. Unabhängige Labore analysieren die Gehalte von zehn Metallen und 16 polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Ergebnis: Die Luft um den Flughafen beeinträchtigt weder die Vitalität der Bienen, noch die Qualität von Pollen, Wachs und Honig. Die Schadstoffgehalte des regional erzeugten Honigs sind nicht höher als bei Honig aus dem flughafenfernen Vergleichsgebiet und liegen zudem weit unterhalb der zulässigen Höchstgehalte nach den EU-Höchstmengenverordnungen für Lebensmittel.

  • Mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h befliegt eine Biene 40- bis 60-mal pro Tag ihr Sammelgebiet im Radius von zwei Kilometern um den Flughafen.
  • Der im Laufe des Frühjahrs und Sommers von den Flughafen-Bienen gesammelte Honig wird im Labor auf Luftschadstoffe analysiert.
  • Im Bienenstock wird dem mit Enzymen zugesetzten Nektar-Saft Wasser entzogen, bis er schließlich in Wabenzellen als Honig eingelagert wird.
  • Die Vitalitätsuntersuchungen und die Laboranalysen zeigen, dass der Flughafenbetrieb keinen Einfluss auf Pollen, Wachs und Honig hat. Vielmehr bestätigt das Monitoring, dass Honig aus der Airportregion hinsichtlich der untersuchten Stoffe genauso unbelastet ist wie flughafenfern produzierter Honig.
  • Der Flughafenhonig ist ein naturreines Erzeugnis, das von den Imkern noch in Handarbeit schonend verarbeitet und abgefüllt wird.

Der Flughafen-Imker Hermann Hölzl

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