23.02.2026
Starke Schneefälle haben den Flughafenbetrieb in der Nacht vom 19. auf 20. Februar 2026 vor große Herausforderungen gestellt. Die Winterdienste waren mit allen verfügbaren Mitteln im Einsatz. Dennoch kam es zu Verspätungen und Annullierungen. Besonders betroffen waren die Passagiere in sechs startbereiten Flugzeugen, die in den frühen Morgenstunden keine Starterlaubnis bekommen haben.
Der Flughafen München entschuldigte sich ausdrücklich bei den betroffenen Passagieren:
"Uns ist bewusst, dass die Lage am Donnerstagabend eine schwierige und kaum nachvollziehbare Situation für die Passagiere war. Wir entschuldigen uns dafür bei den betroffenen Fluggästen ausdrücklich.
Zwischen 0 Uhr und 5 Uhr morgens gilt in München die Nachtflugregelung, die Flüge nur nach Einzelfallgenehmigung des Verkehrsministeriums erlaubt. Um die Durchführung möglichst vieler Flüge zu unterstützen, wurde eine Sonderfluggenehmigung eingeholt und Flugzeuge ausnahmsweise noch bis 1 Uhr nachts auf die Rollfelder geschickt.
Insgesamt waren sechs Flüge mit rund 600 Passagieren betroffen. Fünf davon waren von der Lufthansa Group, einer war von Air Arabia.
Aufgrund der außergewöhnlichen Wetterlage mussten diese Flugzeuge jedoch unvorhergesehen umkehren. Hintergrund war, dass starker, nasser Schneefall zu überdurchschnittlich langen Enteisungszeiten sowie kurzfristig notwendige Schließungen der Start- und Landebahnen zur Schneeräumung führte. Deshalb konnte bei den betroffenen Maschinen das Zeitlimit bis 1 Uhr nicht eingehalten werden.
Die verfügbare Terminalkapazität war aufgrund der im Tagesverlauf erfolgten Annullierungen mit abgestellten Flugzeugen bereits belegt, weshalb die spät zurückkehrenden Flugzeuge auf Außenpositionen abgestellt werden mussten.
Aufgrund der nächtlichen Uhrzeit und Defiziten bei der Kommunikation war der Busverkehr stark eingeschränkt. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Fluggäste. Die Passagiere wurden in den Flugzeugen von den Airlines bestmöglich versorgt.
Unser oberstes Ziel ist immer die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Fluggäste, die Vorfälle entsprechen nicht unserem Anspruch. Wir arbeiten derzeit mit unseren Partnern daran, die Sachlage vollständig aufzuklären und unmittelbar Prozessverbesserungen umzusetzen."











