Vogelschutzgebiet

Heimat für 40 gefährdete Vogelarten

  • Luftaufnahme vom Flughafen München
    Das europäische Vogelschutzgebiet „Nördliches Erdinger Moos" ist 4.525 Hektar groß. Es umfasst die ca. 658 Hektar großen Flughafenwiesen, die um die beiden Start- und Landebahnen liegen sowie die nördlich und östlich an das Flughafengelände angrenzenden Bereiche des nördlichen Erdinger Mooses. Das entspricht einer Fläche von 6.400 Fußballfeldern.
  • 40 gefährdete Vogelarten finden im "Nördlichen Erdinger Moos" besonders geschützten Lebensraum unter anderem der Große Brachvogel, der Kiebitz und die Wiesenschafstelze.

Optimaler Lebensraum

  • Nadja Braun, Naturschutzexpertin
    "Unsere Flughafenwiesen bieten zahlreichen seltenen Vogelarten einen optimalen Lebensraum. Im Jahr 2020 war einer der größten Brachvogelbestände Bayerns mit 75 Brutpaaren hier zu finden. (Sogar ein Brutpaar der sehr selten gewordenen Uferschnepfe konnte beobachtet werden.)" Nadja Braun, FMG: Naturschutz, Ökologie

Stimmen der Bewohner

  • Großer Brachvogel

    Das Gelände des Flughafens München ist mit seinem jährlich hohen Bestand an Brutpaaren des Brachvogels seit Jahren eines der drei bedeutendsten Brutgebiete für diese Vogelart in Bayern. 2014 konnten auf den Flughafenwiesen 58 Brutpaare gezählt werden,  im Jahr 2016 88 Brutpaare und im Jahr 2019 war einer der größten Brachvogelbestände Bayerns mit 90 Brutpaaren hier zu finden. In ganz Bayern gibt es nur noch knapp 500 Brutpaare der Art. Deshalb steht der Große Brachvogel auf der Roten Liste Bayern als vom Aussterben bedroht (Stufe 1).
  • Feldlerche

    Die Feldlerche ist eine Art der offenen Kulturlandschaft und brütet am Boden. Schnell wachsende Kulturen bei intensiver landwirtschaftlicher Nutzung machen die Felder als Brutplatz für die Feldlerche unattraktiv. Dies hatte zur Folge, dass der Bestand der Feldlerche in Bayern mittlerweile als gefährdet eingestuft werden musste (Rote Liste Bayern: Stufe 3). Relativ große Bestände gibt es aber auf den mageren Flughafenwiesen mit über 200 Brutpaaren(Stand 2020).
  • Kiebitz

    Die mageren Flughafenwiesen stellen für Kiebitze ein ideales, störungsfreies Brutgebiet dar. Im Jahr 2016 konnten 160 und 2019 126 Brutpaare auf den Flughafenwiesen gezählt werden, die sehr erfolgreich brüteten und ihre Jungen aufzogen. In Bayern ist er stark gefährdet. (Rote Liste Bayern: Stufe 2)
  • Grauammer

    Die Grauammer ist ein unauffälliger Vogel. Man hört sie mehr, als dass man sie sieht. Sie zählt zu den Bodenbrütern und ist eine Charakterart der offenen Agrarlandschaft. Am Flughafen werden der Zaun zum Singen und die Wiesen zum Brüten genutzt. In Bayern hat die Grauammer einen Rote-Liste-Status der Stufe 1 (vom Aussterben bedroht). Momentan sind ca. zwei Duzend Paare am Flughafen beheimatet (Stand 2020)

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