Mit der kamerabasierten Abfertigungszustandserkennung treibt der Flughafen München die Digitalisierung und strategische Weiterentwicklung seiner operativen Prozesse gezielt voran. Das System ermöglicht eine durchgängige, objektive Erfassung der Flugzeugabfertigung von On-Block bis Off-Block und schafft damit eine belastbare Datengrundlage für eine leistungsfähige, transparente und zukunftsorientierte Flughafensteuerung. Seit März 2026 ist die Lösung am Terminal 2 im operativen Einsatz. Die Inbetriebnahme erfolgt schrittweise an allen Abstellpositionen der Vorfelder 1, 2 und 3.
An den Parkpositionen installierte Kameras erfassen mithilfe von Software und künstlicher Intelligenz zentrale Abfertigungsprozesse wie Betankung oder Gepäckbeladung und versehen diese mit präzisen Zeitstempeln. Die gewonnenen Echtzeitdaten verbessern die Koordination der beteiligten Akteure, unterstützen fundiertere operative Entscheidungen und leisten einen Beitrag zur Steigerung von Pünktlichkeit, Stabilität und Effizienz für den Flugbetrieb im europäischen Netzwerk und darüber hinaus.
Das Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) kofinanziert. Die Flughafen München GmbH erhält bis zum Jahr 2027 EU Fördermittel in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro für das Projekt und begleitende Digitalisierungsmaßnahmen. Die CEF ist ein zentrales europäisches Finanzierungsinstrument zur Förderung strategischer Verkehrs- und Digitalisierungsprojekte mit hohem europäischem Mehrwert. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen, nachhaltigen und interoperablen transeuropäischen Verkehrsnetzes. Die Förderung unterstützt insbesondere Maßnahmen zur Digitalisierung und Optimierung operativer Prozesse im Luftverkehr, zur effizienteren Nutzung bestehender Infrastruktur sowie zur Verbesserung von Kapazität, Pünktlichkeit und Umweltperformance. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu den Zielen des europäischen Green Deals sowie zur EU Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität.



