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London für Foodies: Trends und Klassiker

Noch in den 80er Jahren wurden auf Speisekarten in London Gerichte wie "Lasagne mit Pommes Frites und Erbsen" ausgewiesen. Seitdem ist die britische Hauptstadt zu einer der Kapitale für Foodies aufgestiegen. Nur ein Indiz hierfür sind die 71 Restaurants, die der Guide Michelin 2019 mit wenigstens einem Stern dekoriert hat. Für eine kulinarische Expedition genügt ein (Mehr-)Tagesticket für die U-Bahn. 

Spannende kulinarische Kreationen sind in London in jeder Preisklasse vorhanden. Die Fans der asiatischen Küche pilgern neuerdings nach Colindale, wo 2018 die Bang Bang Oriental Food Hall eröffnet hat. Hier im Nordwesten Londons locken 27 Anbieter mit verfeinertem Street Food, das den ganzen Kontinent abdeckt. Zentraler und hipper ist der Boxpark in Shoreditch. Hier haben sich in ausgemusterten Containern neben coolen Fashion Stores auch 20 Streetfood-Restaurants einquartiert.

In der Stadt, wo der britische Gentlemen bis heute eine feste Größe ist, sucht natürlich nicht jeder die Nähe von Hipstern mit Tattoo und Rauschebart. Gut also, dass es im Osten der City mit dem Borough Market einen Markt alter Schule gibt. Schon seit dem 13. Jh. werden hier Snacks und Drinks serviert. Wer Luxus in Vollendung sucht, kommt an einer legendären Adresse in Knightsbridge kaum vorbei: Hier ein paar Austern, dort ein Gläschen Champagner – so lässt es sich aushalten in der Lebensmittelabteilung von Harrods.

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  • Junges Paar in einem Pub in London
    Erleben Sie Londons kulinarische Vielfalt in einem der rund 3.500 Pubs © DisobeyArt - Fotolia.com
  • Markthalle in Großbritannien 
    Street Food und Markthallen sind in der englischen Hauptstadt sehr beliebt © behrinmind - Fotolia.com

Apropos gediegene britische Lebensart: wie wäre es mit einem High Tea? Unter diesem Etikett zelebrieren die Insulaner am Nachmittag eine üppige Zwischenmahlzeit, die neben kunstvoll zubereitetem Tee (mit Milch!) auch Scones und Sandwiches umfasst, die tischweise auf einer Etagere serviert werden. Eine Top-Adresse mit viktorianischem Ambiente ist das Hotel The Goring

Eine Alternative mit weniger Patina und vorzüglicher Aussicht ist der Mary Poppins Afternoon Tea im Aqua Shard, das sich in einem von Renzo Piano entworfenen Wolkenkratzer befindet.  

Zu kulinarischen Höhenflügen setzt derweil The Clove Club an. Das aktuell innovativste Restaurant der Stadt hat sich auf die zeitgemäße Neuinterpretation der britischen Küche spezialisiert. Die Küche brennt ein Feuerwerk mit wenigstens sechs Gängen ab – genug für einen Platz auf der Liste der 50 besten Restaurants der Welt. 

Reisende aber müssen für spannendes Essen nicht tief in die Tasche greifen. Mitten in Soho stehen die Leute oft bis auf die Straße, um das beste Brötchen Londons zu ergattern: die taiwanesischen "buns" von Bao. Womit wir bei veganen Lokalen wären, die unvermindert hoch im Kurs stehen. Ein Favorit der Einheimischen ist Cook Daily in Shoreditch.  

Blieben noch die Pubs, deren Zahl von 2001 bis 2017 um erschreckende 25 Prozent auf 3.500 zurückgegangen ist. Anders als früher wird hier dank der sogenannten Gastro Pubs zum Teil richtig gutes Essen serviert. Mit dem Harwood Arms hat sich einer von ihnen sogar einen Michelin-Stern erkocht. 

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