Der Flughafen München will sparsam mit natürlichen Ressourcen umgehen. Dazu setzt er auf Wasser-, Energie- und Wertstoffmanagement, weniger Papier und das Recycling von Enteisungsmitteln.
Der Flughafen München ist einer der wenigen Flughäfen weltweit, der die bei der Flugzeugenteisung im Winter abtropfenden Enteisungsmittel auffängt, vor Ort recycelt und wiederverwendet. In einem Winter kommen bei der Flugzeugenteisung je nach Witterungsverhältnissen insgesamt ca. 2.500 bis 9.000 Tonnen Flugzeugenteisungsmittel zum Einsatz, wobei ca. 40 – 60 % aus dem Recycling stammen.
Der recycelte Anteil muss nicht mehr in der Kläranlage Eitting des Abwasserzweckverbandes "Erdinger Moos" gereinigt werden, sondern kann als neues Enteisungsmittel wiederverwendet werden. Dies ist sowohl ein wirtschaftlicher Nutzen als auch schonend für Umwelt und Ressourcen.
Am Flughafen München werden die Flugzeuge mithilfe einer sogenannten Unterflurbetankung mit Kerosin versorgt.
Das Kerosin wird durch unterirdische Leitungen von einem nahegelegenen Tanklager direkt zu den Flugzeugstandplätzen gepumpt. Die Betankung der Flugzeuge erfolgt dort mit Flugfeldtankwagen ohne eigenem Tank (genannt Dispenser oder Hydrantenwagen).
Der Vorteil dieser Methode ist, dass keine Tankwagen zu den Flugzeugen fahren müssen. Dies verringert das Unfallrisiko auf dem Flughafenvorfeld erheblich. Zudem entfallen die Emissionen eines Tankfahrzeugs, da eine Leitung vom Tanklager zum Flugzeug besteht.
Wesentliche Fakten zum Tanklager und Unterflurbetankungssystem am Flughafen München: