Ein Inferno zum Üben

Brandsimulationsanlage der Flughafenfeuerwehr

  • Die rostbraune Attrappe am Flughafen München zählt zu den modernsten Anlagen für Brandsimulation in ganz Deutschland. 
  • Rund 240 Feuerwehrmänner und -frauen sind speziell auf die verschiedenen Unfallarten, die am Flughafen oder in der näheren Umgebung auftreten können, trainiert.
  • Im Einsatz am Übungsflugzeug

Jede Menge Hightech

Die rostbraune Attrappe am Flughafen München zählt zu den modernsten Anlagen für Brandsimulation in ganz Deutschland. Computergesteuerte Technik bietet völlig neue Möglichkeiten: Zum Beispiel lässt sich die Wirkung verschiedener Löschmittel darstellen, ohne tatsächlich Schäume oder Pulver einzusetzen.

Überhaupt ist die Anlage wesentlich umweltfreundlicher als vergleichbare Einrichtungen. Beispielsweise fängt eine Zisterne sämtliche Abwässer auf und ermöglicht eine Wiederverwendung der Flüssigkeiten. Und an Stelle von Kerosin wird Flüssiggas verwendet, was die CO2-Emissionen erheblich reduziert.

Imposant sind auch die Maße der Attrappe: Sie ist 44 Meter lang, 35 Meter breit und zwölf Meter hoch. Ihr Rumpf entspricht einer Boeing 747. Auf dem Heck ist ein weiteres Triebwerk installiert. So kann die Feuerwehr die Brandbekämpfung an Flugzeugen mit verschiedenen Triebwerkskonfigurationen oder am Hilfstriebwerk (APU) trainieren.

Insgesamt gibt es 15 Brandstellen. Dadurch lassen sich verschiedene Szenarien realistisch simulieren: Brände am Triebwerk, am Fahrwerk, im Frachtraum oder der Kabine. Im Inneren befinden sich Sitzreihen und Einbauten wie Bordküche, Toiletten und Container. An der Außenhaut gibt es Felder, an denen der Umgang mit dem Gelenklöscharm und der Löschlanze trainiert werden kann. Und im Heck befindet sich ein Bereich mit variabler Innenausstattung. Über eine Treppe und einen Balkon können die Feuerwehrleute hier sogar die Brandbekämpfung in Gebäuden üben.

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