Neues ibis Styles: Interview zur Entstehung des Hotels

Budgethotel am Flughafen München eröffnet

15.6.2026

Blick hinter die Kulissen

Ein neues Haus, viele Jahre Planung und zahlreiche Herausforderungen: Mit dem ibis Styles München Airport ist am 9. Juni ein weiteres Hotel am Flughafen eröffnet worden. Das designorientierte Konzept bringt frische Impulse in das bestehende Angebot und setzt bewusst auf eine moderne, kreative Atmosphäre. Wie das Projekt entstanden ist, welche Hürden zu überwinden waren und was das neue Hotel auszeichnet, erläutern Projektleiter Dietmar Kaiser und General Manager Alexander Rudnik im Interview.

Alexander Rudnik, General Manager ibis Styles München Airport, und Dietmar Kaiser, Projektleiter Immobilienentwicklung REE (von links) bei der Eröffnungsfeier des ibis Styles Hotels.

Herr Kaiser, welche Aufgaben hatten Sie bei der Umsetzung des neuen Hotels?

Dietmar Kaiser: "Als Projektleiter für Immobilienentwicklung im Bereich REEE hatte ich die Projekttreuhand inne. Das heißt, ich habe das Projekt von der ersten Idee bis zur Übergabe an den Betreiber Accor begleitet. Zusammen mit REAH, Stefanie Pietschmann und Tillmann Bayer (Planung und Realisierung), habe ich die Entwicklung gesteuert, interne Prozesse abgestimmt, die Anforderungen der künftigen Nutzung festgelegt und für einen reibungslosen Übergang in den Betrieb gesorgt."


Ein Hotel entsteht nicht über Nacht - wie bringt man ein solches Projekt überhaupt auf den Weg?

"So ein Bauvorhaben entwickelt sich Schritt für Schritt: Los geht es mit der Standortsuche sowie Markt- und Bedarfsanalysen, dann wird die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft und baurechtliche Voraussetzungen geschaffen. Parallel dazu wird das passende Betreiberkonzept ausgewählt. Die ersten konzeptionellen Überlegungen begannen bereits 2015, die Betreibersuche startete 2016. Dass wir Accor als geeigneten Partner früh einbinden konnten, war ein großer Vorteil – so sind die Anforderungen des späteren Hotelbetriebs direkt in die Planung mit eingeflossen. Rückblickend war es ein langer, aber am Ende sehr erfolgreicher Prozess - trotz einiger, nicht vorhersehbarer Hürden." 

Was waren denn die größten Herausforderungen?

"Einen Neubau in den laufenden Flughafenbetrieb zu integrieren ist schon allein anspruchsvoll. In unserem Fall kamen mehrere außergewöhnliche Faktoren hinzu, die wir nicht mit einplanen konnten: die Corona-Pandemie mit einem rund zweijährigen Projektstopp, danach stark gestiegene Baukosten und veränderte Marktbedingungen. Wir mussten Leistungen neu ausschreiben und Planungen anpassen. Zusätzlich führte die Kündigung des Generalplaners im Herbst 2024 zu weiteren Verzögerungen. Entscheidend für die gelungene Umsetzung dieses Projekts waren jedoch die enge Abstimmung und das erfolgreiche Teamwork mit den beteiligten Kollegen und Kolleginnen der FMG, Allresto und Accor."

Das neue ibis Styles ist ein modernes, designorientiertes Hotel am Flughafen München. 

Wie wichtig ist die Wahl des Hotelbrands?

"Enorm wichtig. Eine starke Marke bringt internationale Vertriebsstrukturen, einen hohen Bekanntheitsgrad und ein funktionierendes Loyalitätsprogramm mit. Unsere Analysen haben gezeigt, dass ein Hotel im preiswerteren Budgetsegment sinnvoll und erforderlich war – auch um eine Konkurrenz zu bestehenden Häusern wie Hilton oder Novotel zu vermeiden. Gleichzeitig war uns wichtig, als Flughafen München gestalterische Freiheit zu behalten. Wir wollten ein modernes, designorientiertes Angebot schaffen, das es in dieser Art nur hier an unserem Standort gibt."

Wer übernimmt welche Rolle beim neuen Hotel ibis Styles München Airport?

"Der FMG‑Bereich RE (Real Estate) ist Eigentümer des Hotels und übernimmt die Aufgaben auf Verpächterseite. Für technische Themen unterstützt der Bereich TE (Technik) als Dienstleister. Die FMG-Tochter Allresto tritt als Pächter auf, trägt die wirtschaftliche Verantwortung und betreibt das Hotel. Sie steuert zudem die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses und ist – wie geplant – in den Managementvertrag mit Accor eingetreten. Accor übernimmt den operativen Hotelbetrieb, bringt die Marke ein und sorgt für die Umsetzung der Standards im täglichen Geschäft. Die Zusammenarbeit ist hierbei sehr eng und es erfolgen regelmäßige Abstimmungen."

Herr Rudnik, was sind Ihre Aufgaben als Hotelchef im neuen ibis Styles und auf was freuen Sie sich am meisten?

Alexander Rudnik: "Als General Manager steuere ich den gesamten Hotelbetrieb, führe das Team und sorge dafür, dass im Alltag alles reibungslos läuft. Gleichzeitig stelle ich sicher, dass wir unsere Qualitätsstandards einhalten und das Hotel wirtschaftlich stabil aufgestellt ist. Am ibis Styles München Airport reizt mich vor allem die besondere Dynamik des Standorts Flughafen: internationale Gäste, kurze Aufenthalte und ein sehr vielfältiger Bedarf. Gleichzeitig ist es spannend, ein neues Haus von Beginn an mitzugestalten und gemeinsam mit dem Team zu entwickeln. Auf diese Aufgabe freue ich mich am meisten."


Was macht das ibis Styles München Airport besonders?

"Jedes ibis Styles Hotel hat ein individuelles Design. Hier am Flughafen steht die Isar im Mittelpunkt. Grüntöne, Blau- und Schieferfarben ziehen sich durch das gesamte Haus. Selbst Details wie Teppichmuster greifen die Form von Isarkieseln auf. So entsteht eine ruhige, aber charakterstarke Atmosphäre mit regionalem Bezug. Herzstück unseres Hotels ist die offene Lobby – ein Treffpunkt mit Lounge-Bereichen, Arbeitsplätzen und einer Kinderspielecke. Dazu kommt ein Lobby-Shop, der rund um die Uhr geöffnet hat. Kulinarisch bieten wir im Restaurant "ISAR GARDEN" moderne, gesunde Gerichte mit Streetfood-Charakter an. Ergänzt wird das Hotelangebot durch eine Bar, eine Außenterrasse, einen modernen Fitnessbereich und einen flexibel nutzbaren Tagungsraum."

Direkt nebenan steht das Novotel. Wie unterscheiden sich die Häuser und welche Zielgruppe sprechen sie vor allem an?

"Die beiden Hotels ergänzen sich ideal. Das Novotel richtet sich stärker an klassische Geschäftsreisende und Gäste mit gehobenem Anspruch. Das ibis Styles dagegen ist kreativer, designorientierter und preislich im Economy-Segment angesiedelt. Bei unserer Zielgruppe handelt es sich vor allem um preisbewusste Business- und Freizeitreisende."

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