Mit dem Beginn der Brutzeit im März befinden sich viele Jungvögel auf dem Flughafengelände. Was tun, wenn ein Tier verletzt wirkt und scheinbar hilflos umherhüpft? Helfen und mitnehmen oder besser in Ruhe lassen, damit die Vogeleltern das Junge wiederfinden? Die Tierschutzbeauftragte des Flughafens München Dr. Tanja Fellner gibt wichtige Infos und Tipps für das richtige Verhalten im Notfall.
Frau Dr. Fellner, was bedeutet die beginnende Brutzeit im März für den Flughafenbetrieb und den Tierschutz?
Dr. Tanja Fellner: "Für uns ist das eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit: Wir müssen sowohl den Schutz der Jungvögel gewährleisten aber auch die Flugsicherheit im Auge behalten. Um den Tieren zu helfen und im Notfall richtig zu versorgen, arbeiten wir in dieser Zeit besonders eng mit Wildlife, der Feuerwehr und den Amtsveterinären der tierärztlichen Grenzkontrollstelle zusammen."
Woran erkenne ich, ob ein Jungvogel meine Hilfe braucht und wie verhalte ich mich dann richtig?
"Jungvögel haben verschiedene Entwicklungsphasen, in denen sie hilflos und verlassen wirken. Hier wird zwischen einer sogenannten Nestlings- und Ästlingsphase unterschieden: Ein Nestling ist nackt oder nur spärlich befiedert und allein nicht überlebensfähig. Wird er unverletzt aufgefunden, sollte der Nestling vorsichtig zurück in sein Nest gesetzt werden. Ist das nicht möglich, muss der Jungvogel in eine geeignete Einrichtung gebracht werden, wie zum Beispiel ins Tierheim Erding. Ist das Jungtier verletzt, ab zum Tierarzt! Ganz wichtig ist es, den Nestling vorsichtig zu wärmen, beispielsweise mit einer Wärmflasche."























